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Leserbriefe

Leserbrief von Rudi Krebsbach an die HiAZ zum Artikel vom 19.10. -' auch Kahlert geht'
(bisher nicht veröffentlicht)

Exitus des Buendnis

Irgendwie schmerzt mich der Abgesang des Buendnis nun doch. Ich hatte den Eindruck, dass die Leitung der Gruppe echt gearbeitet hat und mit Th. Müller ein veritabler Kommunalpolitiker jetzt nicht mehr aktiv sein wird! Schade.
Ich vermute, dass die Analyse der Wahlergebnisse vor 4 oder 5 Jahren nicht oder nicht kompetent durchgeführt wurden. Die Verteufelung der etablierten Parteien im Rathaus hat sich nicht ausgezahlt, die Besserwisserei in den Ratssitzungen, die Kärrner-Arbeit für den OB Machens und die zackigen Presseerklärungen haben keine Wählerstimmen gebracht und frühere Buendniswähler erneut mobilisiert – schon gar nicht, als die Forsa-Umfrage 14 % für das Buendnis prognostizierte.
Tragisch auch die ständig gesuchte (oder auch nur unterstellte) Nähe zum OB Machens. Die Gegenliebe blieb aus. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass dieser OB seinem Amt nicht gewachsen ist. Trotzdem machte das Buendnis keine klare Kante - immer noch hoffend, die Stimmen-bringende-Phase der Oberbürgermeisterwahl von 2006 kommt wieder. Wer mit Kurt Machens politisch paktiert, verliert. Er führt nicht zusammen sondern spaltet!
Nun ist alles zu spät.
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Leserbrief von Rudi Krebsbach an die HiAZ (bisher nicht veröffentlicht)

Schilda(er)-Klau

Artikel vom 11.08. Seite 19; FDP-Werbe-Schild
(Wesselmann, erst geklaut, dann nur entfernt wegen falschem Standort)

Ein bisschen viel Zeitungsplatz für das verlorene Werbeschild einer Splitterpartei (z.Z. 3% Wähler auf Bundesebene, das sind die hauptamtlich beschäftigten Parteifunktionäre der FDP plus Hotelbesitzer)
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Leserbrief HiAZ vom 20.07.2011 (gekürzt)

Fragen nach 4000-Euro-Reise (Artikel vom 09.07.2011, S.9)
Rudi Krebsbach, Hildesheim (hier in voller Länge)

Zu OB Machens Verhalten und seinem Umgang mit Kosten fällt mir nichts mehr ein. Hier brüskiert der OB mit unglaublicher Arroganz die vielen Menschen in den städt. Gremien, in der Verwaltung, in den Vereinen, in der Kaufmannschaft, in den Schulen, in der Kulturlandschaft, bei freien und kirchlichen Verbänden u.a., die sich in den letzten Wochen mit großem Ernst den Sparvorschlägen der Stadtspitze gestellt und darüber diskutiert haben. Die jetzt eingeplanten Reisekosten sind hochgradig als Verschwendung zu bezeichnen. Als Alibi wird darüber hinaus schnell noch der unbedarfte Marketing-Chef eingeladen. Auch auf Kosten der Steuerzahler.
Warum in aller Welt holt man nicht die neue Museumsdirektorin Dr. Schulz für ein paar Tage nach Hildesheim – wenn im Skype-Zeitalter die Fern-Kommunikation nicht ausreicht um über die Museumsarbeit zu beraten. So könnten sich dann auch die Hildesheimer Fachleute an dem Meeting beteiligen. Die Erfolgs-Wahrscheinlichkeit wäre sicher höher, als wenn der gelernte Chirurg Machens und der Publizist Meyer-Mertel sich in Baltimore tummeln.

Anm. d. R.: Auf Einladung des Roemer-Pelizäus-Museums tagt der Ausschuss für Wissenschaft und Kultur des niedersächsischen Landtages am 29. August diesen Jahres hier in Hildesheim. An dieser Veranstaltung nehmen auch teil die zukünftige Direktorin des Museums Frau Dr. Regine Schulz und Herr Machens, seines Zeichens noch Oberbürgermeister unserer Stadt. An diesem Tag hätte es sicherlich auch Gelegenheit gegeben, Unterschriften, Vertragsabschlüsse u.a. zu bewerkstelligen.
Zusatz: Die niedersächsische Landesregierung plant, die Besoldung von Hauptverwaltungsbeamten (also Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister) anzuheben. Wir gehen davon aus, dass der Oberbürgermeister seine ersten Gehaltserhöhungen als Reisegeld einsetzen wird.

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Leserbrief HiAZ vom 26.03.2011

Dr. Brummer vollzieht Rolle rückwärts . . . . .

Rudi Krebsbach, Hildesheim

Für unsere Stadt scheint Dr Brummer nun doch wohl nicht der ‚Brummer‘ zu sein. Die andauernde Privatfehde zwischen ihm und OB Machens hat noch etwas kabarettistisches an sich und ist unterhaltend, was er aber jetzt zu einem vor einigen Jahren städtebaulich wichtigen und von ihm damals befürwortet und ‚vorangetriebenen‘ Groß- Projekt äußerte, läßt auf eine krankhaft gespaltene Persönlichkeit schließen. Wie konnte der Leiter einer städtischen Behörde das Bahnhofsprojekt gutheißen aber der Mensch Brummer dagegen sein und dies nicht sagen? Wo bleibt die Glaubhaftigkeit, wo das Vertrauen in unsere städtischen Führungskräfte.
Seine Entschuldigung, dass er ‚Staatsdiener‘ sei und er nur vollziehe, was Andere vorgeben, ist billig und unangemessen. Kreativität und ungeschönte Fachinformationen sollten von einem leitenden Baudezernenten ausgehen, nicht Anpassung und Informationsverbiegungen für den Bürger.

Bei der augenblicklichen Führung unseres Baudezernates sehe ich ‚schwarz‘ für unsere Stadtentwicklung.
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Leserbrief HiAZ vom 17.03.2011

Zum Interview mit den KM Bernd Althusmann „Ich will den Schulkonsens“ 05.03.2011

Edgar Fritsch, Hildesheim

Erst will KM Althusmann den Schulfrieden, jetzt den Schulkonsens, dann wieder den Bildungsföderalismus, dessen Anhänger er ja ist, und Morgen wer weiß was dann. Verwunderlich ist diese Begriffsvielfalt nicht, denn bei dem Wirrwarr von Schulbezeichnungen sind Aussagen mit klaren Begrifflichkeiten schon schwierig. Dabei ist es doch einfach: Eine Schule für alle (Klasse 1 bis 13), die einfach nur „Schule“ heißt, gemeint ist die Gesamtschule mit ganztäglichem Betrieb, und es müsste nicht mehr um Begriffe diskutiert werden. Auch die unsinnigen Diskussionen über den Schulfrieden würden hoffentlich zu Gesprächen über die Inhalte einer Schule heute und in Zukunft, führen. Aber statt „Gesamtschule“ zu sagen redet Herr Althusmann von einer „Schulform mit zwei Bildungsgängen, ergänzt durch einen gymnasialen Zweig“. Warnt zudem vor dem Trugschluss „zu glauben, dass alle Gesamtschulen zum Abitur führen“. Die Gesamtschule, so Herr Althusmann, sei nur eine ergänzende Schulform, die Oberschule ist Teil des Regelschulsystems. Letzteres stimmt insofern nicht, da die Oberschule noch gar nicht eingeführt ist. Geht es hier eigentlich noch um Schule, einer Schule für die zukünftigen Herausforderungen und für die Förderung aller geistigen Ressourcen sowie dem Wohlergehen der Schüler? Wohl eher nicht sondern es geht darum wo KM Althusmann sich wohlfühlt, nämlich in der Mitte zwischen dem Philologenverband und der GEW.
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Leserbrief HiAZ vom 01.03.2011
Burkhard Hohls, Hildesheim

Sinngemäß schrieb Huxley in den Dreißigern in ‚Schöne Neue Welt’: Wir konditionieren die Massen so, dass sie die Sportarten lieben, die komplizierte Geräte erfordern. So konsumieren sie auch in ihrer Freizeit ….
Zur Arnekengalerie war am Februar 2011 in der HAZ zu lesen: Shopping ist ein Teil unserer Erholungskultur geworden.
Bravo. Wir sind angekommen. In der ‚schönen’ neuen Welt, auch in Hildesheim.
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Leserbrief HiAZ vom 28.02.2011

Zum Thema „Schulfrieden“

Schulkrieg statt Schulfrieden
Herbert Kastner, Hildesheim

In diesen Wochen erleben wir ein weiters Mal, wie sich bei Bürgerinnen und Bürgern Politikverdrossenheit entwickelt. Wenn eine Regierung gegen wissenschaftliche Erkenntnisse, gegen die Wünsche einer breiten Bürgerschaft, gegen die Forderungen von Wirtschaft, Kirchen und Verbänden nur dank ihrer Macht ihren Willen durchsetzt, verliert sie das Vertrauen ihrer Wähler. Wenn sie nicht einmal ihre eigenen, möglicherweise taktisch begründeten Versprechen einlöst, wird sie unglaubwürdig. So schafft man eine Abneigung gegen Politik schlechthin mit der Folge, dass „das Volk“ sich entweder resignierend abwendet und nicht einmal mehr zu Wahlen geht oder zu „Wutbürgern“ wird. Dafür gibt es in der letzten Zeit auch in unserem Staat leider viele Beispiele.
Dass es Politiker gibt, die das anscheinend immer noch nicht begriffen haben, ist erschreckend. Sie schaden mit ihrem fast krankhaften Festhalten an ihren vielfach nur noch ideologisch fundierten erstarrten Positionen sich selbst und ihren Parteien. Sie schädigen aber vor allem die Demokratie in unserem Land. Ihrer Verantwortung werden sie damit nicht gerecht Wer statt des von allen an Bildung Interessierten erwarteten Schulfriedens zu schaffen Tausenden von Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden, Kirchen,,ja auch der Wirtschaft den „Krieg“ erklärt, darf sich nicht wundern, wenn er eine Unruhe hervorruft, die nicht mehr nachlassen und die kommenden Wahlen bestimmen wird. Noch ist das demokratische Bewusstsein nicht verloren, noch halten sich die Ge- und Enttäuschten an die Spielregeln. Verantvolle Politiker sollten ihr Machtspiel aber nicht zu weit treiben. Dafür sind letzten Endes die Schülerinnen und Schüler zu schade, die ein Anrecht haben auf eine gute und gerechte Schule, auf individuelle Förderung jedes Einzelnen, auf Chancengerechtigkeit ohne sozial bedingte Auslese und Sortierung.
Eine gute Bildungspolitik muss auf die drängenden Fragen unserer Gesellschaft eine Antwort geben und darf sich nicht mit Strukturspielchen begnügen. Unsere Schule braucht keine bloße Reparatur mit Etikettenwechsel, sondern eine gründliche und umfassende innere Reform. Auch dafür gibt es in unserem Land gute Beispiele, wie es die Auszeichnung mit dem „Deutschen Schulpreis“ zeigt. Eine solche seit fast vierzig Jahren bestehende Schule in ihrer Entwicklung zu behindern oder sie sogar zu verhindern und zu zerstören, ist nicht nur unvernünftig, sondern frevelhaft.
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Leserbrief HiAZ vom 28.02.2011

Zum Artikel „Althusmann bei Schulfrieden reserviert“ vom 22.02.2011

Edgar Fritsch, Hildesheim

In mehreren Artikeln der HAZ, zuletzt im oben genannten, wird von einem Schulfrieden gesprochen. Dazu fiel mir doch spontan der Spruch aus den 60er Jahren ein: „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!“. Im Zusammenhang mit dem Artikel umgewandelt: „Stell Dir vor es ist Schulkrieg und niemand weiß davon!“. Warum wird hier ständig ein Sollzustand ausgerufen, der sich auf einen nicht vorhandenen Istzustand bezieht? Der Verdacht liegt nahe, dass Nebenschauplätze aufgebaut werden um von der generellen Konzeptlosigkeit der Bildungspolitik der Regierung abzulenken. Auch die Lobbyisten, sprich Philologenverband, haben keine Ideen dazu und gerieren sich als Gralshüter, Beschützer des Gymnasiums. Da sie zudem vehement gegen Integrierte-Gesamtschulen streiten, müssten sie eigentlich auch gegen die Grundschulen wettern, schließlich sind dieselben per se Gesamtschulen. Den Herren vom Philologenverband sollte es doch möglich sein schon im Kindergarten zu erkennen welche Kinder für das Gymnasium geeignet sind und könnten dann ihre Gymnasien schon mit der 1. Klasse beginnen lassen. Der Rest besucht dann die „Volksschule“ und somit wären wieder klare Verhältnisse hergestellt. Ernsthaft, es sollte endlichen jeden verantwortlichen Politiker dämmern, dass es keinen anderen Weg für eine zukunftsorientierte Bildung geben kann als die Integrierte-Gesamtschule, verbunden mit einem ganztägigen Betrieb. Die einzige Frage die dabei noch geklärt werden muss, ist, wie die Grundschulen in die Gesamtschulen eingebunden werden können. Und wenn die Herren Philologen gern ihr Gymnasium behalten wollen, dann sollten sie nachlesen, was es im alten Griechenland ursprünglich war, eine öffentliche Anlage in der Männer und Jünglinge ihre Körper ausbildeten. Dagegen ist nichts einzuwenden.
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Leserbrief HiAZ vom 05.02.2011

Zum Artikel über die Namensgebung der IGS am Pfaffenstieg (Vom 17.01.2011)
Edgar Fritsch, Hildesheim

Alle in Ihrem Artikel aufgeführten Vorschläge sind beachtenswert und diskussionswürdig, einschließlich der Nennung von Oskar Schindler. Wobei ich nicht verhehlen möchte, dass ich für Elise Bartels plädiert hätte. Nicht nur weil ich gegenüber Harald Stöveken diesen Namen schon sehr früh erwähnt habe, sondern weil es meiner Meinung nach zu wenige Schulen in Hildesheim gibt, die nach einer Frau benannt sind und zudem Elise Bartels eine echte Hildesheimerin ist, die durch die Gründung der AWO und einer Zeitung für die Stadt etwas geleistet hat, unabhängig von ihrer Tätigkeit im Reichstag als Vertreterin der Stadt. Aber so ist das, es haben wohl mehr Menschen in der Stadt den Film über Oskar Schindler gesehen als die Ausstellung über Elise Bartels im Stadtmuseum.
Ich möchte nochmals feststellen, dass alle 6 Vorschläge wert sind genannt zu werden und deshalb einen weiteren Kommentar anhängen zum Leserbrief „Welch ein Glück“ von Karsten Lohmann in der HAZ vom 24.01.2011
Den Leserbrief des Herrn Karsten L. habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Dabei will ich die Möglichkeit nicht ausschließen, dass er sich in der Schulpolitik vielleicht auch auskennt und es ihm deshalb auch freisteht eine diesbezügliche Meinung zu äußern, die man zwar nicht akzeptieren muss, aber respektieren könnte. Was aber nicht tolerierbar ist, wenn Herr L. eine anerkannt verdienstvolle Persönlichkeit in ehrabschneidender Weise verunglimpft. Ich wundere mich ferner darüber, dass die HAZ dies auch noch abdruckt. Hier wäre eine Verkürzung des Lesebriefs sinnvoll gewesen, da der letzte Absatz in keiner Weise zur Informationserhöhung beiträgt, sondern eher der Selbstdarstellung des Herrn L. dient.
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Leserbrief zu
Gemeinde Harsum nennt Technorama-Pläne „unsensibel“,
aus der HiAZ vom 27.01.11 und
SPD-Chef Häger über OB Machens: „Der kann es einfach nicht“
aus der HiAZ vom 26. 01. 11;
(gekürzt veröffentlicht)
Günter Baacke, Hildesheim, ungekürzt:

Das Verhalten unseres OB Kurt Machens ist schon ein Affront gegen unsere Nachbarn aus Harsum.
Besonders die Ausrede von Machens, die Stadt würde die Technorama nicht veranstalten, erscheint fadenscheinig. Wenn eine Tochter der Stadt etwas veranstaltet, kann natürlich der Besitzer Einfluss nehmen oder sollte es jetzt tun ohne Entschuldigungen zu suchen.
Auch unter diesem Gesichtspunkt erscheint die Aussage von SPD-Fraktionschef Dr. Hartmut Häger, in der HiAZ vom 26. Januar im Hinblick auf die Entscheidung, allen Nichtrauchern der Verwaltung einen Tag Sonderurlaub zu gewähren einleuchtend, wenn er hinsichtlich der Führungsfähigkeit von Machens erklärt: „Der kann es einfach nicht“
Auch hier eine fadenscheinige und in sich unschlüssige Begründung: „Vorbild sei der frühere Langenfelder Bürgermeister, dem es gelungen sei die Stadt durch die Motivation der Mitarbeiter schuldenfrei zu bekommen.“
Ich denke mal, dass die Mitarbeiter der Verwaltung auch ohne den Nichtrauchersonderurlaub motiviert genug sind und ordentlich arbeiten. An dehnen liegt es nicht, dass Hildesheim so hoch verschuldet ist.
Es erscheint nicht nur Ratsmitgliedern, sondern auch immer mehr Bürgern, und auch wohl inzwischen der HiAZ klar zu werden, dass Kurt Machens als Verwaltungschef eher ungeeignet ist.
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Die HiAZ bekommt jeden Tag Briefe zu ihren Kommentaren und Berichten. Diese kann sie nun veröffentlichen oder es bleiben lassen. Das ist das gute Recht der HiAZ.
Ärgerlich nur, wenn diese Leserbriefe veröffentlicht werden und durch eigenredaktionelle Textveränderungen einen anderen Eindruck vermitteln, als das der Leserbriefschreiber beabsichtigt hat.
Wird nachgefragt kommt schnell der Hinweis: Kein Platz! Text zu lang! Dies mag auch manchmal so sein, viel öfter entsteht jedoch ein anderer Eindruck, z.B.: der Leserbrief passt nicht in die Linie der Redaktion oder des Redakteurs. Durch einfaches Auslassen von Wörtern oder Halbsätzen bekommt dann der Leserbrief eine andere Richtung, bekommt eine ‚Weichspülung‘ wie bei dem nachfolgenden Original eines am 18.01. veröffentlichten Leserbriefes von Rudi Krebsbach:

Leserbrief (HiAZ vom 18.01.2011, gekürzt veröffentlicht)
Zu OB-Machens Interview vom 08.01.2011:
Rudi Krebsbach, ungekürzt:

Der weichgespülte OB im Selbstbildnis

OB Machens ist vorsichtiger geworden; Parteizugehörigkeit ist nicht schädlich; die Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung ist besser geworden. Merkwürdige Aussagen des Spitzenmannes der Verwaltung. Wunschdenken? Realitätsferne? Wahrnehmungsstörungen?
Der knappe Rückblick ‚über ihn selbst‘ ist weichgespült in dem Interview. Die Frage bleibt, was erleben wir noch mit ihm in der verbleibenden Amtszeit von Kurt Machens?

Selbstkritik kennt er nicht der OB – alles richtig gemacht: der tragische Umgang mit seinem Vize Dr. Brunner; die vielen ‚Missverständnisse‘ zwischen ihm und den Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien – bis hin zur offenen Verweigerung im Verkehr untereinander; die bisher gescheiterten Versuche über ‚Bürgerversammlungen‘ seine Eigen-Meinung weiterzugeben; das teure Gutachterwesen im Rathaus; die wegen schlechter Vorbereitung verspäteten Haushaltseinbringungen; das weitgehend - wie man hört - durch sein Führungsverhalten festzustellende miserable Mitarbeiterklima; die verschleppten Finanzgespräche mit dem Kreis.
Bei den teuren Flops und Schieflagen in Hildesheim (u.v.a. Friedhofschließung, Stadtmarketing ‚Hildesheim im Plus‘, Sportflächenbasteleien und damit die verprellten Sportvereine, Schulreinigung, Verkehrsführung, Nordumgehung, Stadtwerke, div. Privatisierungen) waren es immer die Anderen.
Auch in einer Hildesheimer Perle, im Museum, läuft es nicht gut. Wie sagte ein langjähriges Ratsmitglied vor kurzem: Immer wenn er (OB Machens) sich nicht einmischt, läuft es!

Mich hat am meisten erschüttert die viel zu lange Gelassenheit des Oberbürgermeisters in Sachen Schuldenmachen. OB Machens ist viele Jahre im Rat, hat unendlich viele Ausgaben-Beschlüsse mitgetragen als Ratsmitglied und nun auch als Verwaltungschef. Die wahrscheinlich auf uns zukommende wohl alternativlose ‚Entschuldung‘ wird Wunden schlagen, wird uns Bürger noch hart treffen. Zu dem Vorgang sagt der OB in dem Interview genau so viel wie zu dem Bischofsjubiläum. Ein Skandal ist das - finde ich!
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Leserbrief Kehrwieder am Sonntag vom 16.01.2011

Zu Artikel "Wir sind da und wir bleiben da!" vom 09.01.2011:
Rudi Krebsbach

Die gelernte Theaterfrau mit dem femininen Doppelnamen Diekenbrock-Nikelsky ist mit ihrer geschrumpften Rathausbasis zufrieden, mit dem Geburtshelfer ihrer Gruppe, Kurt Machens, allerdings nicht. Die Geschichte mit dem abhanden gekommenen Oberbürgermeister ist verständlich, der Lobspruch für die Hobbypolitiker des Bündnis, kann ich nicht nachvollziehen.
Gewählte Ratsmitglieder des Bündnis verlassen die Fraktion und nehmen ihr Mandat mit in andere Parteien (Höchststrafe) und auch erfolgreiche Initiativen für unsere Stadt sucht der Bürger vergeblich beim Bündnis - stattdessen oft hilfloses Anhängen an einsame Beschlüsse des Oberbürgermeisters bei Abstimmungen – sie waren meist erfolglos.
Politisch hoch interesssant war aber die Feststellung von D.N., dass dem OB Machens niemand beim Repräsentieren das Wasser reichen kann. Ist bei der Bündnis-Chefin der Liebesentzug des OB noch nicht angekommen?
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Leserbrief an HiAZ

Irrungen und Wirrungen
Herbert Kastner

Der angestrebte und von den meisten Bürgerinnen und Bürgern lang ersehnte „Schulfrieden“ ist leichtfertig verspielt, die Irrungen und Wirrungen in der Bildungspolitik gehen weiter. Wer heute noch glaubt, an die Stelle einer langfristigen Strategie mit dem Ziel, mehr und eine auch sozial gerechte Bildung für alle zu erreichen, taktische Spielchen zu treiben, wird scheitern. Er verliert die Glaubwürdigkeit und an Vertrauen. Er kann sich nur noch auf seine Macht stützen, nicht mehr auf eine konstruktive Mitarbeit aller an Bildung und Erziehung Interessierten. Und wer immer noch der Meinung ist, am Volk vorbei regieren zu können, begeht einen für unsere parlamentarische Demokratie fatalen Fehler, wie Beispiele des Jahres 2010 zeigen. Wenn das ZDF im Jahresrückblick am 19.12. das zu Ende gehende Jahr als „Jahr des Nein“ nennt, verkehrt es Ursache und Wirkung. Es war ein Jahr verfehlter Politik auf mehreren Feldern, einer Politik, die dem Parlamentarismus und unserer Demokratie im gleichen Maße schadet.
War von dieser Landesregierung wirklich mehr zu erwarten? Sie ging von vornherein von falschen Voraussetzungen aus, glaubte sie doch, durch eine „neue“ Schulform Schulträger, Eltern und Verbände täuschen zu können und wollte einfach nicht den Schritt zu einer Schulform gehen, die nicht auf einer vielfach sozial bedingten und auch von der letzten PISA-Untersuchung festgestellten Auslese und Vorsortierung nach dem 4.Schuljahr aufbaut. Dieser „neuen“ Schulform, die von einigen Protagonisten schon als Jahrhundert-Ereignis gepriesen wird, gibt sie die Bezeichnung „Oberschule“. Ganz abgesehen davon, dass in den dreißiger Jahren das Gymnasium diese Bezeichnung bekam, ist sie auch falsch. In unserem nach wie vor hierarchischen System mit dem wie ein Denkmal geschützten Gymnasium oben ist die neue Schulform die Unterschule, auch nicht die hauptsächliche, also die Hauptschule, sondern die Schule des Volks, die alte „Volksschule“.
Es ist ein weiterer Irrtum zu glauben, dass Eltern das nicht merken und Schülerinnen und Schüler das nicht spüren, dass sie in dieser neuen Schule „da unten“ sind gegenüber denen „da oben“. So aber führt man nicht zusammen, sondern trennt, dient man nicht dem Gemeinwohl, sondern einer bestimmten Klientel und führt nicht zu mehr Bildung für alle, sondern zu späteren höheren Sozialausgaben.
Völlig verfehlt ist es, wenn der bildungspolitische Sprecher der Mehrheitsfraktion dieser Regierung im Landtag eine große Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die nicht seiner Meinung sind, „Gesamtschulideologen“ nennt und ihnen Realitätsferne vorwirft. Es gibt gerade in den letzten Jahren zahlreiche belegbare Aussagen aus seiner Partei und den Interessenverbänden für das Gymnasium, die pure Ideologie sind und sogar Eltern „mobilisieren“ wollten, wenn die letzte Landtagswahl eine andere Regierung als die jetzige gebracht hätte. Beruhigend ist, dass dieser bildungspolitische Sprecher nicht einmal für seine Partei spricht, deren für die Schulen ihres Bereichs Verantwortlichen eine Schule wünschen, die nachhaltig und gerecht allen Schülerinnen und Schülern dient und dem Schulträger größere Planungssicherheit gibt.
Sollten die ursprünglichen Aussagen des Kultusministers zur „Oberschule“, ihrer Mindestzügigkeit und der Möglichkeit eines „gymnasialen Angebots“ und zur weitgehenden gemeinsamen Unterrichtung aller Schülerinnen und Schüler dieser Schule, und sollten auch die Aussagen zu einer Reduzierung der Mindestzügigkeit für neue Gesamtschulen wirklich ernst gewesen sein, könnten sein „Umfallen“ und ein Scheitern des „Schulfriedens“ mit seiner Neigung oder Pflicht zum Koalitionsfrieden und den Drohungen des Philologenverbandes erklärt werden. Ein Zeichen von Führungsstärke wäre das nicht. Aber vielleicht lässt sich auch alles als „taktisches Spielchen“ deuten? Das aber wäre dann allerdings nicht mehr verantwortungsvolle Politik.
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Leserbrief (HiAZ vom 27.12.2010, gekürzt)
Zu Artikel in der HiAZ „Wall-Verkauf“:

Edgar Fritsch, Hildesheim, ungekürzt:

Als regelmäßiger Leser der HAZ und ebensolcher Zuhörer von Rats- und Ausschuss-Sitzungen, vornehmlich des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, kurz SteBa genannt, wundere ich mich über die besagten Artikel. Bei all meinen Besuchen der Rats- und Ausschuss-Sitzungen wurden im öffentlichen Teil niemals konkrete Zahlen und Namen genannt, wenn über Liegenschaften gesprochen wurde. Diese Angelegenheiten, einschließlich vorgesehener Verkäufe, wurden stets im nichtöffentlichen Teil behandelt. Wer, so frag ich mich hat nun ein Interesse daran, dass Auseinandersetzungen und Daten des „nichtöffentlichen Teils“, über die Presse, in den „öffentlichen Teil“ gelangen? Probiert da jemand Hi-Leaks, oder sollte man das mit Shakespeares „Much ado about nothing“ was man mit „Viel Getue, oder Lärm, um Nichts“ übersetzen möge, abtun? Leider nicht, denn solche Gegebenheiten zeigen wieder einmal das ungute Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung in unserer Stadt und hier noch dazwischen eine Institution, das BK, die sich ihre Unterstützung wenig oder gar nicht bei der Politik sucht.
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22.12.2010
Die HAZ berichtete über den Disput zwischen dem OB Machens und den Ratsmitgliedern Kretschmer und Jung in der letzten Ratssitzung im vertraulichen (!) Teil über den Verkauf einer Wall-Fläche in der Nähe des Bernward-Krankenhauses.

Der nachstehnde Leserbrief von Rudi Krebsbach dazu wurde nicht in der HAZ veröffentlicht:

Unerhört! Da wollte der Rat etwas anderes als der Oberbürgermeister Machens mit seinen Freunden aus der BK-Szene scheinbar schon ausgekungelt hatte.
Das geht nun schief und 35 Tausend Euro sind zusätzlich im Stadtsäckel ! ! Gut gemacht lieber Stadtrat.
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Leserbrief (HiAZ vom 30.11.2010, gekürzt)
Zu Artikel in der HAZ Philologen fürchten ums Gymnasium, Realschullehrer fordern starke
Oberschulen (24. November):

Edgar Fritsch, Hildesheim, ungekürzt:

Die erste Frage, die sich hier aufdrängt:“Was soll das?“. Die Herren Philologen wissen doch ganz genau, dass es für die Gymnasien etwas gibt, was keine andere Schulform hat, nämlich eine “Bestands‐Garantie“. Sorgen müssten sich somit eigentlich die Vertreter und Befürworter der anderen Schulformen machen. Zudem verfolgt das so genannte „Neue Schulkonzept“ der Landesregierung eine erneute und zusätzliche Stärkung der Gymnasien und eine Verhinderung von Gesamtschulen. Hier nun liegt das eigentliche Problem der Herren Philologen und der von ihnen bedienten Klientel, sie wollen keine „Einheitsschule“, wie die Gesamtschule von dieser Bevölkerungsgruppe immer wieder genannt wird. Und schnell wird noch ein wissenschaftlicher Leistungsvergleich erwähnt, der völlig aus der Luft gegriffen und nicht bewiesen wird: „Gesamtschulen hätten in 30 Jahren schlechter abgeschnitten als das gegliederte Schulsystem.“
Merkwürdig nur, dass erstens Gesamtschulen ausgezeichnet werden und zweitens mehr Eltern ihre Kinder auf Gesamtschulen schicken wollen, als Plätze vorhanden sind.
Nichts einzuwenden hat der Philologenverband gegen das Kuriosum der „Oberschule“. Natürlich nicht, denn damit lassen sich Gesamtschulen prächtig verhindern. Dass die Realschullehrer hierbei noch in dasselbe, aber falsche Horn blasen, ist schon peinlich. Wie lange wollen wir uns eigentlich noch eine dermaßen zerzauste Schulland-schaft leisten, die in dieser Form gar nicht effizient und kostengünstig sein kann. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Schule einen Bildungs‐ und keinen klassenkämpferischen Auftrag. Merkwürdig ist das schon, dass im kommerziellen und industriellen und im weiteren Sinne gesellschaftlichen Bereich das Klassenkämpferische nahezu überwunden ist, nur im Bildungsbereich wird immer noch versucht, es in einer unterschwelligen Form zu erhalten.
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Andere Taschen
Leserbrief (HiAZ vom 27.11.2010, gekürzt)
Zum Artikel „Geld für die Eingliederung: Bald nur noch die Hälfte“ (10. November):

Regina Stolte, Hildesheim
Welche fatalen Folgen die Festlegung, dem Jobcenter die Mittel für Eingliederung massiv zu kürzen für die Betroffenen hat, habe ich als Gewerkschafterin bereits an anderen Stellen deutlich gemacht. In der letzten Sozialausschuss-Sitzung des Landkreises habe ich darauf hingewiesen, dass diese Festlegung auch noch andere negative Auswirkungen hat - nämlich den weiteren Kaufkraftverlust in unserem Bereich. Ich habe dazu keine weiteren Ausführungen im Sozialausschuss gemacht, weil die Fragestellung nicht originär in diesen Ausschuss gehört - aber trotzdem nicht außer Acht gelassen werden darf:
Die derzeitig als "Boom" bezeichnete Wirtschaftssituation beruht in erster Linie darauf, dass Deutschland mehr exportiert als importiert. Der Export geht zu einem großen Teil in Länder, die als "Pleitekandidaten" bezeichnet werden. Wenn diese Länder und auch andere, z. B. die USA, nun versuchen, ihre Situation in den Griff zu bekommen und auf eine ausgeglichene Handelsbilanz hinarbeiten, wird dies Deutschland stärker treffen als Staaten, die nicht so sehr vom Export leben.
Wenn es nicht gelingt, diese nicht unwahrscheinliche Situation dadurch auszugleichen, dass die Binnenkaufkraft gestärkt wird, droht die Abwärtsspirale sich massiv zu beschleunigen. Für die Unternehmen, die am Binnenmarkt tätig sind, ist die Kaufkraft, die in ihrem Einzugsbereich vorhanden ist, eine entscheidende Größe. Es wird nur dann gelingen, auch neue auf den Binnenmarkt ausgerichtete Unternehmen hier anzusiedeln, wenn auf eine ausreichende Kaufkraft in der Region verwiesen werden kann. Am effektivsten kann diese Kaufkraft gesteigert werden, wenn die Einkommen derjenigen steigen, die bisher nicht über die Runden gekommen sind - denn die werden auch dann noch nichts sparen können, sondern ihren "Nachholbedarf" decken. Und zu dieser Einkommenserhöhung können nicht nur die Unternehmen mit Lohnerhöhungen beitragen, das muss genauso für den öffentlichen Dienst gelten - und dazu gehört auch, dass Transferleistungen nicht weiter gesenkt werden! Jede Weiterbildung, die nicht mehr erteilt werden darf (weil das Geld dafür nicht zur Verfügung gestellt wird), hießt für den Maßnahmeträger, dass er dafür auch kein Personal benötigt, keine Räume etc.
Ein Grund für die jetzige Krise liegt darin, dass viele Menschen mehr Geld zur Verfügung haben, als sie zum Konsumieren benötigen und nach sehr lukrativen Anlagemöglichkeiten gesucht haben. Viele haben solche Anlagemöglichkeiten gefunden, etliche sicherlich auch viel Kapital verloren: dieses Geld wurde jedoch nicht verbrannt, wie oft irreführend gesagt wird - es ist in anderen Taschen!
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Fair ist gefordert
Leserbrief (HiAZ vom 16.11.2010)
Zum Artikel „Schulleiter wirft der RBG Trickserei vor“ (2. November):

Nazegül Karateke, Hildesheim
Ich möchte mich bei dem Schulleiter des Goethegymnasiums, Reinhard Weddig, bedanken, weil endlich jemand dieses Thema in die Öffentlichkeit getragen hat. Diesen Vorwurf höre ich seit ein paar Jahren von betroffenen Eltern mit Migrationshintergrund. Früher war die RBG eine Arbeiterkinderschule. Heute ist sie eine Eliteschule. Wie kam es dazu? Warum kann diese Verlosung nicht bei der Stadt Hildesheim für alle Schulen stattfinden, wenn so eine Vermutung da ist? Nur mit einer fairen Verlosung kann die Gerechtigkeit erreicht werden.
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Zu „Die Vermessung der Atomgegner“
Hildesheimer Zeitung vom 5.10. 2010

Herbert Kastner, Hildesheim
Die Maßnahmen, die dieser Artikel berichtet, erinnern mich schmerzlich an einen Teil meiner Vergangenheit, die ich noch persönlich erlebt habe und als jetzt 86jähriger nicht noch einmal erleben möchte. Dass ich über das Vorgehen einer staatlichen Macht erschrocken und erzürnt bin, ist vielleicht verständlich.
Sind wir denn schon wieder so weit, dass ein „unbescholtener Mann“, nur weil er wie sehr viele andere auch gegen eine nach wie vor umstrittene Maßnahme wieder aktiv eintreten könnte, auf Verdacht von der Polizei „vermessen“ wird? Genügt heute schon die Mitwirkung in einer Bürgerinitiative, um zur Erfassung persönlicher Daten von der Polizei vorgeladen und gegebenenfalls „mit Gewalt zur Wache geholt“ zu werden? Kann, ja darf die „Politik“ dies zulassen oder vielleicht sogar veranlassen?
Alle, die unseren demokratischen Staat erhalten und wenn nötig verteidigen wollen, sollten den Anfängen wehren und sich dafür einsetzen, Freiheit und Rechte, die im Grundgesetz verankert sind, zu bewahren.
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Spott und Hohn gegen die Armen und Schwachen der Gesellschaft.
HAZ Mo. 11.10.2010
(da)Manch einer mag sagen, dass die Menschen die Arbeitslosengeld 2 beziehen sehr viel Geld für das Nichtstun bekommen und einer der 40 Stunden die Woche arbeitet gerade mal ein bisschen mehr bekommt, wenn er wirklich sehr wenig verdient. An diesem Punkt ist die Gerechtigkeit gefragt. Ist es richtig, dass einer der arbeitet genauso viel bekommt, wie einer der nicht arbeitet. Natürlich ist das nicht richtig, aber ein Mensch der arbeitet und nur 3-5euro in der Stunde verdient und das 40 Stunden in der Woche, der muss vom Staat geschützt werden durch einen Mindestlohn. Genauso müssen die Menschen vom Staat geschützt werden, die unser System nicht mehr will. Diese Menschen sind keine Schmarotzer die den ganzen Tag nur am Fernseher sitzen. Die meisten von ihnen suchen Arbeit, aber kriegen keine.
Doch was tut unsere Regierung in Zeiten in denen Lebensunterhaltungskosten immer weiter steigen, Bildung immer teurer wird und sogar ein Studium sich nur noch Reiche leisten können? Die Regierung macht sich lustig über die Armen der Gesellschaft. 5euro mehr im Monat. Frau von der Leyen war sogar noch erstaunt, als sie sah, dass ihre „Berechner“ ihr zeigten, dass diese Menschen noch viel zu viel bekommen. 359euro im Monat. Miete, Strom, Wasser, Essen und Trinken und dann ist schon Schluss. Nur bei den steigenden Preisen in allen Bereichen muss bald was davon wegfallen. Die Stromrechnung zum Beispiel? Mit knappen 12€ muss man dann überleben. Mit 5euro im Monat mehr ändert sich an den 12€ am Tag auch nichts. Ob Frau von der Leyen daran gedacht hat? Bei soviel sozialer Kälte nicht.
Aber unserer Regierung scheint ja alles egal zu sein, selbst ein Richtspruch aus Karlsruhe. Wann ist endlich Schluss mit der Politik für Reiche, wann kommt endlich eine Politik für alle und vor allem für die Schwachen.
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Hafen versus Flugplatz
(cf) Die Stadt Hildesheim diskutiert eine Millioneninvestition in die Sanierung und den Ausbau des Hildesheimer Hafens. Gibt es dafür fundierte Zahlen oder wird einfach nur geschätzt?
2008 hat die Stadt hingegen den Hildesheimer Flugplatz wegen eines bilanziellen Defizites von ca. 50.000 Euro auf die Kippe gestellt. Mehrheitlich wurde dann aber im Rat für den Erhalt des Flugplatzes gestimmt. Die Lösung des Problems sollte die Privatisierung darstellen. Soweit so gut.
Heute ist die Flugplatzbetriebs-GmbH unter der Leitung von Otmar Birkner gut aufgestellt. Aber schon ziehen die ersten schwarzen Wolken am Horizont auf. Technorama, nach dem Open-Air-Festival M’Era Luna der 2. stärkste Besuchermagnet in Hildesheim soll sterben.
Der Veranstalter, die Stadtverwaltung, die Betriebs GmbH und die lärmverschreckten Bürger schieben den schwarzen Peter hin und her. Duisburg lässt grüßen. Fakt ist aber, dass die Stadtverwaltung der Veranstaltung Lärmgrenzwerte auferlegt hat, die dem Veranstalter offensichtlich nicht bekannt sind. Und kontrolliert hat seitens der Stadt auch niemand.
Das Fazit aus dem Chaos soll nun sein: künftig gibt es keine Veranstaltung „Technorama“ mehr in Hildesheim! Ein wichtiger Tourismusmagnet und ein gefülltes Portemonnaie für den Flugplatz soll geopfert werden!
Wo geht die Reise hin?
Wenn es weiterhin derartige Missverständnisse zwischen der Verwaltung, der Betriebs GmbH und den Veranstaltern gibt, wird demnächst auch das Event Nr. 1 „M’Era Luna“ gestrichen. Dann müssen wir uns ernsthaft Sorgen um das Fortbestehen des Flugplatzes machen. Vielleicht bestärkt auch der Fluglärm die Gegner des Flugplatzes vor diesem Hintergrund, dass endlich der Flugplatz geschlossen wird und knapp 100 Arbeitsplätze, verschwinden, die in direkter Abhängigkeit stehen.
Klare Verhältnisse zwischen der Stadt, der Flugplatz GmbH und der Veranstalter könnten hilfreich sein für das Weiterbestehen des Wirtschaftsfaktors „Flugplatz“.
Die Kosten-Nutzen-Situation des Flugplatzes ist eindeutig, für den Hafen-Ausbau ist sie völlig ungeklärt: Investitionskosten, tatsächlicher Nutzen sowie Folgekosten in bisher unbekannter Höhe für den Mitgesellschafter Stadt Hildesheim.
Klare Verhältnisse, präzise Zahlen für Invest und Unterhalt – für jeden Betrieb ein Muss- könnten hilfreich sein für die Zukunft des Hildesheimer Hafens und der Stadt Hildesheim sein.
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Zu Artikel in der HAZ von Montag den 30.08.2010, CDU bekennt sich zu den Gymnasien
(ef) Leidenschaftlich haben die Delegierten auf dem Landesparteitag in Lingen über eine zukünftige Schulorganisation diskutiert. Mit dem Ergebnis, dass David McAllister und Bernd Althusmann sich nicht festlegen wollten und das Präsidium bei den Delegierten darüber Einstimmigkeit feststellte. So sieht also die Schulpolitik der CDU in Niedersachsen aus:“Einstimmig alles offen“. Aber so offen nun auch wieder nicht, denn eine Dringlichkeits-anfrage der Northeimer Delegierten Christel Eppenstein, die wissen wollte ob sie eine neue Gesamtschule gründen dürfe, wurde mit aller Offenheit übergangen. Immerhin hat Herr Althusmann beim Blick über den Tellerrand seines Ministeriums bemerkt, dass Bewegung in die Schulpolitik gekommen ist. Und prompt fällt ihm dazu der passende Spruch ein: „Die Gymnasien sind die attraktivste Schulform“. Ganz sicher ist er sich dessen aber nicht und fügt hinzu:“Das ist auch eine Lehre aus dem Volksbegehren in Hamburg“. Beim ersten Spruch kann man mit dem Kopf nicken, beim zweiten kann man nur den Kopf schütteln, denn er ist schlicht falsch und hat eigentlich mit dem ersten nichts zu tun. In Hamburg ging es nicht wirklich um das Gymnasium, sondern nur darum, dass eine elitäre Klientel um den Anwalt Walter Scheuerl nicht wollte, dass ihre Kinder ein Jahr länger mit Kindern weniger bemittelter Bevölkerungsschichten einschließlich Kindern aus Elternhäusern mit Migrationshintergrund in eine Schule gingen. Dieser sogenannte Volksentscheid, der nur durch das Votum von 20% der Wahlberechtigten zur Durchführung kam, war die Durchsetzung des Willens einer Minderheit. Einer Minderheit, die den erheblichen finanziellen Aufwand für die Mobilisierung der Wähler leicht einbringen konnte. Das weiß Herr Althusmann auch und die Lehre aus Hamburg sollte eine ganz andere sein. Es wird Zeit, dass dieser unsinnige Kulturkampf endlich aufhört und vor allem nicht zum Schaden der Schüler ausgetragen wird. Es ist im Grunde genommen ganz einfach, solange ein mehrklassiges System besteht sind Klassenkämpfe nicht auszuschließen. Bei einer Schulform für alle, eben der Gesamtschule, erübrigt sich ein solcher Energie und Ressourcen verschlingender Kampf.
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Gute Schule Niedersachsen


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